30.04.2011

Eine halbe Ewigkeit

Ich durfte gestern einer goldenen Hochzeit beiwohnen. Einem Fest für ein Paar, dem man die Liebe, Zuneigung und die sexuelle Anziehung heute noch ansieht. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Wenn man davon ausgeht ein Menschenleben als Ewigkeit zu betrachten, sind fünfzig Jahre eine halbe, sogar mehr als eine halbe Ewigkeit. So lange zusammen zu sein ist wahrlich eine Grösse, eine Dimension, die Respekt und Bewunderung verdient. Sind wir heute dazu überhaupt noch fähig? Uns einem Menschen, einem Geliebten widmen, sein halbes Leben – sein ganzes Erwachsenen-Leben lang? Wie viel Verzicht ist darin enthalten, wie viel Gewinn? Man wächst wohl zusammen, idealerweise ohne seine Individualität zu verlieren. Wie bewahrt man sie aber ohne Grenzen zu überschreiten, die das 'Wir' gefährden könnten? 

Es ist wohl nur ein wirklich kleiner Teil der Menschen fähig dies zu erleben und zu leben. Mit dem Menschen für immer zusammen zu bleiben, der dich 'ganz' macht. Ein Begleiter, mit dem du neben dem 'Ich' ein 'Wir' bilden kannst. Ich hoffe mein 'Wir' wird zumindest annähernd so lange Bestand haben und werde versuchen die Balance zwischen dem Gemeinsamen und der Individualität irgendwie zu halten. Beides wächst und gedeiht mit der Zeit. Wichtig ist, dass das eine dem anderen nicht über den Kopf wächst...

1 Kommentar:

  1. hallo, ich denke die alte generationen sind fast immer jahrzente zusammen geblieben, grund ist die gleichberechtigung die die frau nicht so bekam wie heute!
    gruß martin

    AntwortenLöschen