Ich sollte noch schlafen, bin ich doch erst um sechs ins Bett gefallen... doch meine Fantasien lassen mir keine Ruhe. Bin in Gedanken wieder auf der Tanzfläche und lasse mich vom Rhythmus der Musik tragen... um mich herum viele Menschen, die sich mit mir bewegen. Eine aufgeladene Atmosphäre umgibt mich... der Bass vibriert, Blicke kreuzen sich voller Erwartungen, Hoffnungen und Lüsternheit. Ich versinke weiter im Geschehen und lasse mich treiben...
Dann entdecke ich dich. Du stehst an eine Säule gelehnt und blickst mir direkt in die Augen... ich drehe mich um und spüre deinen Blick immer noch, auf meinem Rücken, meinem Nacken... ich schwinge meinen Kopf zur Seite, meine Haare folgen und Strähnen liegen über meinem Gesicht. Durch sie hindurch sehe ich, wie du dich auf mich zu bewegst... ganz langsam, ich spüre Deine Präsenz ohne dich zu berühren. Noch nicht... du tanzt neben mir, ich schliesse meine Augen und fühle wie du ganz nah bist... ich seufze innerlich, als deine Hand die meine streift.
Du befindest dich jetzt dicht hinter mir und hauchst mir deinen Atem in den Nacken, der ganz feucht ist von der Hitze, und es lässt mich erschauern, wie die kühle Luft sich auf meiner Haut anfühlt. Wie Magnete ziehen wir uns an, doch wir kosten die Distanz, die noch zwischen uns liegt aus und bewegen uns weiter mit der Musik... wie zufällig streicht deine Hand über meinen Hintern. Es blitzt in mir... ich halte sie kaum noch aus, diese Spannung zwischen uns. Würde dir am liebsten meine Arme um den Hals schlingen, deine Haare im Nacken packen, dich an mich ziehen und meine Zunge zwischen deine Lippen pressen. aber ich darf nicht, muss mich beherrschen... zu viele Leute sind da, die mich kennen.
Ich verlasse die Tanzfläche... bahne mir einen weg frei zwischen den vielen Körpern... du folgst mir... im Treppenhaus hallt die Musik weiter, während ich hastig die Stufen hochlaufe und deine Schritte hinter mir höre... nur noch ein paar Meter, dann hast du mich erreicht. Ich stoppe, drehe mich um und stehe mit dem Rücken zur Wand... ich atme schnell und meine Brust hebt und senkt sich dabei. Du hältst inne und betrachtest mich... meine haut feucht vom Tanzen, heiss und unter Spannung und voller Begehren... du kommst auf mich zu, hebst mich hoch und setzt mich auf den Fenstersims neben uns. Meine Füsse stelle ich auf den Heizkörper darunter und spreize meine Beine. Langsam schiebst du dich zwischen sie und wir sehen uns in tief und fordernd in die Augen... ich spüre deinen Atem auf meinem Gesicht, deinen starken Körper, wie er vor mir steht... du greifst meinen Kopf mit deiner rechten Hand und ziehst ihn ganz nah an dich heran... jetzt endlich, deine Zunge in meinem Mund!
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