29.10.2013

Auszug 3

Letzter Abschnitt aus Sashas Roman:

Es ist wie am Ende von 'The Italian Job', wo sich das Gold vorne und die Leute alle hinten im Bus befinden, und das Fahrzeug über einem Abgrund hängt. Eine falsche Bewegung und das ganze Ding stürzt über die Kante.
So ist das auch hier.
Schachmatt.
Was ich aus diesem ganzen kleinen Abenteuer mitnehme ist folgendes:

Sex ist ein überzeugendes Argument.


23.10.2013

Herbstgefühl

Ein wunderbarer, milder Herbststurm... ich hätte heute Früh stundenlang unterwegs bleiben können. Die Zeit ist bei mir nun auch angekommen und es ist okay. 


18.10.2013

Dreamteam



Thom und Flea. Ein absolutes Dreamteam!

'Cymbal Rush', bei 46'... und, und, und,... Wahnsinn.

17.10.2013

Vom Reden und Schweigen

Heute habe ich auf zwei Blogs sehr interessante Gedanken über das Schweigen gelesen. Sie brachten mich dazu auch meine zu formulieren zu versuchen, weil Schweigen etwas ist, was mir schon sehr viel schmerzvolle Zeit bereitet hat. 

(Schattentänzerin und Peter, ich hoffe Ihr habt nichts dagegen, dass ich Euch hier zitiere und verlinke)

Wer schweigt, demonstriert seine Macht.
Wer schweigt, will strafen.
Wer schweigt, schweigt im Grunde der Dinge gar nicht.
Schweigend zeigt er uns seine kalte Gleichgültigkeit.
Peter

Wer schweigt, ist ohnmächtig und hilflos.
Wer schweigt, will sich schützen.
Wer schweigt, weiß nicht, was er noch sagen soll.
Wer schweigt, hat aufgegeben.
Wer schweigt, findet keine Erklärungen mehr.
Wer schweigt, fürchtet den Sog der Worte.
Schattentänzerin

Es kommt doch wie bei allem darauf an, auf welcher Seite man sich befindet. Ist man der der redet, oder der der schweigt. Ich war in der Beziehung mit einem mir wichtigen Menschen, abwechselnd, einmal in dieser, dann wieder in der anderen Rolle. Und alle beide führten nicht zu einem Miteinander. Weder im Stillen, noch in der Konversation. War ich die Redende, empfand ich sein Schweigen als Bestrafung oder Schwäche. War ich die Schweigende, fühlte ich mich gelähmt und hilflos.

Vielleicht soll uns Schweigen, wie ein Time-out, helfen, die Gedanken neu zu ordnen, weil man gar nicht anders kann? Schafft es Zeit und Luft, da wo Worte sie uns rauben würden? Was ich erfahren habe ist, dass Schweigen, egal auf welcher Seite man sich befindet, die kraftvollste Art der Kommunikation ist. Schreien und Toben ist zwar laut, doch niemals so gewichtig, wie nichts zu sagen. Denn man ist allein mit sich, wenn man schweigt, genau so wie wenn man keine Antwort erhält. Es ist etwas Absolutes, das eben nicht mit Worten relativiert werden kann. Für beide Seiten schmerzvoll, aber manchmal der einzige Weg hinaus aus einem Teufelskreis. Mit der Zeit, spätestens dann, wenn man die Gefühle auf der anderen Seite einmal zu spüren bekommen hat, kann man den anderen vielleicht besser verstehen. Ohne Worte. Lernen zu schweigen, obwohl man reden möchte – angreifen, erklären, sich verteidigen, wehren... – zu erkennen, wann es sinnvoller ist, nichts mehr zu sagen – ist wohl etwas vom Schwierigsten überhaupt. 

16.10.2013

Tippfehler

Seit langem wieder mal ein Freudscher Verschreiber von mir, der fast in Druck gegangen ist:
'Liebemöbel' statt 'Liegemöbel'. 
Wär diesmal ja nicht so schlimm gewesen... sinngemäss ja fast dasselbe. Aber, note to self: KONZENTRATION! 

13.10.2013

Alles zu seiner Zeit

Vertrauen in ihn, Vertrauen in mich, dass ich ihn zu mir nach Hause einladen konnte, ohne es zu verlieren. Er hätte, statt mit mir auf dem Sofa zu sitzen und Kaffee zu trinken, vieles von mir verlangen können – von mir haben können. Dinge, die ich ihm zu anderer Zeit mit Freude gegeben habe. Er hat meine Grenze erkannt. Hat man einem Menschen einmal sein Innerstes offenbart und es wurde richtig erfasst, bleibt etwas ganz Besonderes zurück. 

Sportprogramm



Meine Wahl für das begleitende Kopfprogramm zu den kommenden Crosstrainer-Einheiten. 44 Episoden. Mal sehen, was sich da in meinem Kopf tut, während meine Kondition verbessert wird...

08.10.2013

Okay...

...und jetzt würde ich gerne flachgelegt werden. Aber so richtig. 

Good old days


Gregory Peck / Deborah Kerr 1959, 'Innapropriate'

Ich liebe die alten Filme. Schon immer. Erinnere mich daran, wie ich als Kind an verregneten Sonntag Nachmittagen den Fernseher in meinem Zimmer angemacht, mich zum Schauen unter der Decke verkrochen habe, und die Welt einfach in Ordnung war. Es braucht manchmal nicht viel...


01.10.2013

Auszug 2

Sashas, alias Catherines, Existenzphilosophie:

Es gibt etwas, was ich mich immer gefragt habe, seit ich das erste Mal Sex hatte: Warum nennen sie es im Pornofilm 'Cumshot'? Warum 'Cum'? Was ist falsch an Come? Ist das nicht sexy genug? Eine bessere Bezeichnung gibt's doch gar nicht. Cum klingt einfach blöd, billig und nach Wegwerfartikel. Es klingt wie ein Markenname. Cum ist eine Pervertierung der englischen Sprache. Eine, die ich gar nicht ausstehen kann. Wo wir schon mal beim Thema sind: Wenn jemand das Bedürfnis verspüren sollte, abzuwichsen, abzuspritzen oder abzusahnen, dann nur zu, aber nicht in mein Gesicht oder auch nur in die Nähe davon. Aber wenn jemand kommen will, dann bin ich genau die Richtige. 

Vielleicht sind Sie jetzt der Meinung, eine gebildete, junge Frau könnte eigentlich Tiefsinnigeres mit ihrer Zeit anfangen, als die überzeugendste Bezeichnung für Ejakulat zu finden. Aber da wäre ich mir nicht so sicher. 

Man kann nach der Bedeutung seiner Existenz suchen, so lange man will. Man kann noch so viele Bücher über dieses Thema oder überhaupt irgendein Thema lesen – Wissenschaft, Philosophie, Biologie –, aber ich garantiere Ihnen, Sie werden nie eine zufriedenstellende Antwort finden. Eine Antwort, mit der Sie wirklich glücklich sind, tief drinnen, und die Ihnen das wohlige Gefühl gibt, Sie hätten endlich Ihren Platz in der Welt und den Sinn des Lebens gefunden. Warum?
Weil die Antwort 'Come' lautet. Sie glauben mir nicht? Dann beweise ich es Ihnen...

*

Und den Beweis, den sie auf den nächsten paar Seiten liefert, ist wirklich eine Überlegung wert  : )

Auszug 1

Sasha, alias Cathrine, über den Film «Belle de Jour»:

Da muss ich sofort an 'Tagesgericht' denken. Vielleicht wollte Bunuel auch genau darauf hinaus. Eine Frau, die alles hat und der es an nichts mangelt, reduziert auf das Tagesgericht der Speisekarte eines Bordells. Bunuels kleiner Spass. Seine kleine Demütigung. Sie ist immer das Gericht des Tages, jeden Tag. Das Sonderangebot, das sich nie ändert und an dem eigentlich überhaupt nichts 'besonders' ist. Das einzig Besondere an ihr ist ihre Schönheit, die, obwohl göttlich und übernatürlich, letztlich wertlos ist, denn ihr einziger Zweck ist es, Séverines Abstieg ins Hurendasein zu erleichtern, sie zu entwürdigen. Sie ist wie Leber mit Kartoffelbrei. Jeden Tag das Gleiche.