19.01.2012

Begegnung

Heute vor zwei Jahren. Geschäftlich in Köln, eine ganze Bar für ein 'Meet and Greet' gemietet, und wir warten auf die Gäste. Langsam tröpfeln sie herein. Ich stehe ganz hinten und schaue. Da entdecke ich am Tresen jemanden, den ich nicht einordnen kann. Nie gesehen. Ich beobachte ihn und bin fasziniert. Er scheint ganz vertieft in seine Gedanken zu sein. Nippt zwischendurch an seinem Bier und raucht seine Zigarette. Immer wieder kritzelt er irgendwas auf einen Bierdeckel, denkt wieder nach und lächelt kaum merklich. Fühle mich wie magnetisch von ihm angezogen. Was macht dieser Kerl hier, und vor allem mit mir? Wenn es wirklich so was wie eine Aura gibt, dann muss es die sein, die ich jetzt spüre. Stehe im Dunkeln, mein Blick auf ihn geheftet und werde dermassen von ihm angezogen, dass ich körperlich reagiere. Das Blut schiesst mir in den Unterleib und ich spüre ein Ziehen und Verlangen nach diesem Mann, wie ich es noch nie erlebt habe. Einfach so. Nur durch seinen Anblick und seine Gestik. Ich schliesse meine Augen und stelle mir vor, wie ich zu ihm hingehe, ihm ins Ohr flüstere, dass ich ihn spüren will, jetzt, hier, auf der Stelle. Er steht auf und folgt mir die Treppe hinunter. Ich spüre ihn dicht hinter mir. Seine Hand streift meinen Rücken, gleitet ein wenig nach unten und seine Fingerspitzen berühren fast unmerklich meinen Hintern, während ich Stufe für Stufe hinab gehe. Meine Lust steigert sich ins Unermessliche. Am Ende der Treppe nehme ich seine Hand und ziehe ihn am Arm nach hinten, wo es ganz dunkel ist. Nur ein sanfter roter Lichtstrahl lässt etwas erkennen. Ich lehne mich an die Wand und führe seine Hand an meine Brust. Während er sie ergreift, schaut er mir tief in die Augen und drückt fest zu. Seine andere umfasst meine Taille und zieht mich zu sich. Als unsere Lippen aufeinander treffen, beginnen wir uns heftig zu küssen. Es ist wie ein Rausch, alles geht jetzt ganz schnell. Seine Zunge in meinem Mund, Zähne an meinem Hals. Ich öffne seine Hose, fühle seine Härte. Mein Rock wird energisch nach oben geschoben und endlich spüre ich seine Hand zwischen meinen Beinen. Unter meinem Slip pulsiert es. Ich bin ganz heiss und meine Nässe dringt durch den dünnen Stoff. Er streift ihn ab, ergreift seinen Schwanz und führt ihn tief in mich ein. Ganz langsam. Er fährt mit seinem Arm unter mein linkes Bein, stützt sich an der Wand ab und beginnt mich zu ficken. Mit jedem Stoss werde ich hart an die Mauer gepresst. Ich muss mich beherrschen, nicht zu schreien. 

Träume heute noch von dieser 'Begegnung'. Immer wieder. Real waren es nur Worte, die wir letztlich austauschten. Von meiner Fantasie habe ich ihm nichts verraten. Heute Morgen befand sich eine Nachricht von ihm in meiner Mailbox: 
«Was träumt 'Echilea'?»

4 Kommentare:

  1. Eine wunderbare Geschichte mit wunderbare Gedanken, wunderbare Gefühle ... und es ist zwei Jahre her und er schreibt heute "Was träumt 'Echilea'?". Ihr hattet aber nochmal Kontakt, oder?

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  2. so gut geschrieben! ich liebe auch solche magischen augenblicke / begegnungen:)

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  3. ich danke dir. solche intensiven momente sind es, für die es sich zu leben lohnt.

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