Wir nehmen einigen Erlebnissen, wie wir meinen, die 'Grösse', um besser mit ihnen umgehen zu können. Versuchen uns richtig kennenzulernen, in dem wir uns Einblicke in unseren Alltag verschaffen. Reden nicht dauernd über 'uns', sondern über ihn und mich in der 'realen Welt', könnte man sagen. Reden vor allem überhaupt, statt uns nur zu fühlen. Das Fühlen kam allerdings schnell wieder.
Es scheint mir, während wir den 'Ernstfall', sprich das mögliche reale Leben miteinander testen, sprechen unsere Körper eine ganz andere Sprache und fragen sich wahrscheinlich, was das Ganze eigentlich soll?! Kaum hatten sich unsere Lippen zum Abschied wieder nur flüchtig berührt, war diese Konversation nicht mehr aufzuhalten. Diese fast schmerzliche Sehnsucht von seinem Körper in Besitz genommen zu werden, durchdringt mich in Sekundenbruchteilen komplett.
Wir treffen uns das nächste Mal bei ihm zu Hause. Er kocht, wir reden, trinken Wein, hören Musik, schauen uns Bücher an. Unsere Köpfe wollen 'Fortschritt', dass wir uns auseinandersetzen mit uns, mit dem Versuch realistisch zu sein. Parameter abstecken, was möglich ist, und was nicht.
Klar sind wir zu schwach, unsere Körper sind viel zu nah beieinander. Die Magnetwirkung ist einfach zu stark. Auch wenn ein Tisch zwischen uns steht.
Wird der Verstand vielleicht überbewertet? Warum kann er sonst einfach aussetzen, wenn der Körper seinen Tribut fordert? Worauf soll ich nur hören… auf meine Vernunft oder den Trieb?



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