Ich mache mir dauernd Gedanken, suche Erklärungen, lese, höre in mich hinein und stosse immer wieder auf diesen Begriff: «Karma». Er war und ist mir durchaus nicht fremd. Habe ich doch eine ausgeprägte feinstoffliche Ader in mir. Sehe es als gegeben, dass es zwischen Himmel und Erde einige Dinge gibt, die sich unserer Logik entziehen. Und ich befürworte das absolut. Genau so wie wir Naturgewalten nie im Griff haben werden. Ich denke so oft der Begriff Karma auch missbraucht wird und schon beinahe abgedroschen klingt, birgt er vieles in sich, das es zu ergründen lohnt. Und dass ich nun zu dieser Zeit so intensiv immer wieder über ihn stolpere (im wahrsten Sinne des Wortes; bin gestern schon das zweite Mal schmerzvoll gestürzt nach einer für mich unmissverständlichen Folge einer Handlung, die damit im Zusammenhang steht), kam ich nicht umhin meine 'Problematik' mal mit ihm in Relation zu setzen, sprich mit der Bedeutung, die er in diesem Zusammenhang haben könnte. Die Problematik ist kurz formuliert die, dass ich aus einem Menschen, der mich über zwanzig Jahre meines Lebens schon begleitet, nicht schlau werde. Immer wieder tritt er in mein Leben, meist zu den erdenklichst ungünstigsten Zeitpunkten und richtet Chaos an, was meist allerdings zugleich Gutes und Schlechtes bewirkt. Dieser Blog ist zum grossen Teil auf Grund dessen entstanden als dies zuletzt geschah und nun, scheint es wieder so weit zu sein. Die Pause war nicht lang dieses Mal. Meist vergingen drei bis fünf Jahre. Ich denke mittlerweile, es handelt sich um eine karmische Verbindung, die zwischen uns besteht...
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Karma (n., Sanskrit: कर्मन् karman, Pali: kamma „Wirken, Tat“) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese muss nicht unbedingt im aktuellen Leben wirksam werden, sondern kann sich möglicherweise erst in einem der nächsten Leben manifestieren.
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«Karmische Verbindungen sind oft sehr schmerz- und leidvoll. Bei der ersten Begegnung entsteht oft eine extreme Anziehungskraft und ein inniges Verlangen nach dieser Person. Gerade sexuell auch sehr intensiv und stark. Diese tiefe Sehnsucht ist oft mit einem schmerzvollen Gefühl verbunden, da die andere Person einen Teil von einem selbst in sich trägt und diese Verbindung mit einem Zauber umgeben wird, der sich nur schwer beschreiben lässt. Es gleicht einer tiefen Liebe, die mit einer unglaublichen Intensität und vor allem bedingungslos erlebt wird. Wie ein Spiegel, in den wir schauen und uns selbst wieder finden. Telepathische Erlebnisse sind nicht von Seltenheit. Selbst wenn die räumliche Distanz gross ist, so ist die Person doch zu spüren und man vermag ihre Gedanken aufzufangen. Begegnet man sich wieder, verspürt man Gefühle, die sich nicht erklären lassen. Sie sind von Innigkeit und Distanz zugleich geprägt. Trennungen begleiten solche Verbindungen immer wieder oder haben sogar Bestand. Dabei glaubt man ein Stück weit die Kontrolle über sein Leben zu verlieren und empfindet eine tiefe Leere. Die Energien, die vom anderen empfangen werden, sind plötzlich nicht mehr zu spüren. Der Fluss scheint unterbrochen zu sein und eine starke Sehnsucht wird spürbar. Karmische Beziehungen müssen wachsen und benötigen ihre Zeit. Man hat im Leben so manche Lernaufgabe – in diesem Fall handelt es sich um ein Beziehungskarma, das es zu lösen gilt. Man lernt und wächst durch einander, wobei Geduld ein wichtiger Faktor ist. Oft ist es so, dass beide Partner in verschiedenen Lebensmodellen fest verankert sind und nicht gleich oder nie den Weg aus diesen hinausfinden. Sie können nicht als Paar zueinander finden, aber auch nicht voneinander loslassen. Dies ist meist ein langer Leidensweg, begleitet von Gefühlen mit denen man nicht wirklich umgehen kann. Deshalb zieht einer der beiden sich auch meist wieder zurück, zumindest für eine Zeit, bis seine Seele die Ereignisse wieder verarbeitet hat. Das Innere der Partner kann in Sekundenschnelle in Höhen und Tiefen versetzt werden. Worte können zu Verletzungen ungeahnten Ausmasses führen und in Tiefen reissen, aus denen man glaubt nur schwer wieder empor zu gelangen. Allerdings können auch unbeschreibliche Höhen erlebt werden. Liebe wird erlebt, wie sie noch nie zuvor erlebt wurde – bedingungslos und tief. Etwas, von dem man sich nicht distanzieren oder entziehen kann. Bei jedem Versuch der Distanz wird der andere einem wieder Energien und Zeichen geben und ihn dadurch zurückholen. Es findet ein Zusammenspiel statt, das mit Loslassen, Zulassen, Leiden und Glücklichsein einhergeht. Dies führt letztlich zu der Erkenntnis, dass diese Liebe, die für diesen Menschen empfunden wird, zugelassen werden muss. Sie wird immer vorhanden sein und ist mit einem Seelenband verbunden, welches nicht zu trennen ist. Es wird einem immer von hoher Bedeutung sein, dass es dem anderen gut geht, auch wenn wir keine Liebesbeziehung mit ihm führen können. Es ist nicht immer möglich und auch nicht immer förderlich eine solche Beziehung in Partnerschaft zu leben. Man erlebt in der Verbindung mit diesem Menschen genau das, was für die eigene Entwicklung wichtig und damit unserem Lebensweg förderlich ist. Und für diese Entwicklung braucht es diese karmische Verbindung, in seinen Extremen und intensiven Gefühlen, um überhaupt die nächsten Schritte gehen zu können. Da wo es uns hinzieht, besteht immer grösstmögliches Wachstumspotential. Man sollte sich dabei aber nicht verlieren und glauben, dass nur dieser eine Mensch für einen als Lebenspartner in Frage kommt, weil die Gefühle so stark sind. Es kann zwar sein, aber meist ist er nur Impulsgeber. Karmische Menschen können ein absolutes Geschenk sein für den eigenen Entwicklungsprozess, wenn man den Mut findet sehr viel loszulassen und konsequent bei sich selbst und seinen Gefühlen bleibt.»