31.03.2012

Partygespräch


Wir sitzen zu viert um ein übles Trinkspiel namens 'Louping-Louie' rum. Mit von der Partie eine Schwangere. Sie spielt zwar nicht schlecht, doch die einen protestieren und sagen: «He he, das geht nicht, wir müssen uns für sie auch eine Strafe ausdenken – spielen ohne Strafe geht nicht.» Da ruft ihr Mann (auch ein Mitspieler) enthusiastisch: «Ah, ich hab's, sie muss mir einen blasen, wenn sie verliert!» Er entschuldigt sich kurz für seinen spontanen Einfall, weil ich ihn (als Gegenspielerin) etwas nachdenklich anschaue. «Nein, nein,» sage ich, «kein Problem, ich überlege mir nur, ob das wirklich eine Strafe ist...» Er: «Ha! Ich mag Deine Art zu denken!» 

Zu  späterer Stunde, verlasse ich die Party schon etwas früher, als mein Mann (da ich für den nächsten Abend, also heute, auch noch einigermassen fit sein sollte). Er fasst mich an den Enden meines Schals und zieht mich zu sich hoch, um mich zu küssen. Mein vermeintlicher 'Verwandter im Geiste' beobachtet dies und verabschiedet mich nachher mit einem beherzten Griff an meinen Schal und einer unmissverständlichen Geste, wohin er mich damit gerne führen würde..

Ich bin wirklich gut eingeschlafen, während die anderen schön weitergefeiert haben. Spürte nicht die kleinste Erregung. Echt, wirklich, nicht die allergeringste.

30.03.2012

Statement


iamamiwhoami

Genial – eine schwedische Kreuzung aus Roisin Murphy und Kate Bush...


29.03.2012

Please let me go!



When I need to replace her
I am the mind eraser
Anything goes, yeah, anything goes

Got this sin in her brain
But she ain't gonna see me again
See me again, this I know

But oh, deep down I can't let go
Oh, don't let it be over, over oh
Oh, don't let it be over, let it be over, over

Seen me stack up my woes
Into a wall, around a rose
Now I'm the rose, now she knows

Oh, it hurts so, and I can't let go
Oh, don't let it be over, over, oh
Oh, don't let it be over, let it be over, oh oh

Oh, don't let it be over, over
Oh, don't let it be over, let it be over, oh.

28.03.2012

Genau so

«Packend, lebendig und hochpoetisch beschreibt Andreas Neeser die Spannungsverhältnisse zwischen Zufall und Schicksal, Obsession und Freiheit, der Lust, alles zu wollen, und der Angst, das Liebste zu verlieren.»

Katja Lange-Müller über das Buch 'Fliegen bis es schneit' 

23.03.2012

Streiten sich zwei, freut sich die Dritte


Wir haben es gerade von Aktivität und Passivität. Da sagt er was von dominant und devot und die Sexualtherapeutin schüttelt vehement den Kopf und meint: «Nein, nein, devot ist ganz und gar nicht passiv. Devot sein bedeutet aktiv, passiv zu sein.»
Da werde ich doch hellhörig und denke: Hmmm, vielleicht könnte das hier doch ganz interessant werden...

22.03.2012

Zur Auflockerung

Einfach immer wieder sehenswert dieser Film ; )
Bitte auf das Bild klicken und selbst Hand anlegen...



Beziehungsgedanken_Teil 2


Könnte es eine tief verwurzelte Sehnsucht nach Freiheit sein, wenn man ausschert und Risiken eingeht? Nicht nur die Freiheit zu tun und zu lassen was man will, sondern die richtige Freiheit - «die existentielle Verwiesenheit auf sich selbst» (Daseinsanalytikerin Alice Holzhey Kurz). 

«Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt» (Sartre). Keine höhere Instanz nimmt ihm Entscheidungen und deren Konsequenzen ab. 

Diese Tatsache ist vielleicht für einige unerträglicher als für andere. Die meisten klammern sich an Beziehungen, besonders Liebesbeziehungen, um eben diese alles umfassende Freiheit nicht leben zu müssen, weil sie sie als Einsamkeit wahrnehmen. Andere wiederum brauchen diese 'Einsamkeit', im Sinne von 'nur mit sich sein', um als ganzer Mensch existieren zu können. Ich zumindest empfinde es so, dass ich diesen 'Freiraum' brauche, um glücklich zu leben. Nicht permanent, aber immer wieder. Trotzdem brauche ich Partnerschaft und Familie als Gegenpol und Verankerung im Ganzen.

Hat das Fremdgehen vielleicht auch mit der Lust am Geheimnis zu tun? Auch ein Geheimnis in sich zu tragen, bildet eine Art Autonomie im Paargefüge. Ich kann mir keine 'offene' Beziehung vorstellen. Zumindest nicht im dem Sinne mit meinem Partner offen über alles zu reden und von meinen Erlebnissen zu berichten. Ich möchte Geheimnisse haben und bewahren. Genau so wie ich nicht alles über ihn wissen will. Offenheit würde unter Umständen auch bedeuten meinen Partner vollkommen zu überfordern, ihn dazu bringen Dinge in Frage zu stellen, die gar nicht nötig sind. Ihn zweifeln lassen an sich, an uns, obwohl es hier nicht um das 'Uns' geht, sondern um mich – den Teil in mir, der nach Freiheit strebt, ohne dass es bedeutet ihn und uns abzuwerten. Ich könnte nicht von ihm verlangen dies zu verstehen, wenn er es für sich nicht auch so empfindet. 

In dem man sich trotz Partnerschaft auf jemanden einlässt, bewegt man sich  in einer Grauzone zwischen sicherer Geborgenheit und Freiheit. Man nimmt damit die Gefahr in Kauf den Partner und den vertrauten Lebensraum zu verlieren. Ist diese Risikobereitschaft, vielleicht auch verbunden mit der Erkenntnis, dass jedes Individuum letztendlich eben nur für sich allein existiert? 


21.03.2012

Frühlingserwachen


Schön war's, heute Morgen im Sonnenschein mit dem Roller ins Büro zu brausen. Und als ich an einem Lichtsignal hinter einem dunklen Jaguar zu stehen kam, fiel mein Blick aus dem Visier mitten durch die Heckscheibe auf die Hand des Fahrers. Seine schönen Finger auf dem ledernen Steuerknüppel, der routinierte Griff in den ersten Gang – dieser Anblick hat mich erstaunlicherweise derart erregt, dass ich auf meinem Sitz ein bisschen hin- und herrutschen musste, um das Kribbeln zwischen meinen Beinen ein wenig zu lindern. Hm, der Frühling macht einen empfänglich für die unscheinbarsten Dinge...

20.03.2012

Beziehungsgedanken_Teil 1


Dies ist ein Auftakt zu einer Serie von Gedanken und Überlegungen zum Thema Partnerschaft. Ich möchte vor allem gerne ein paar Blicke auf das monogame Verhaltensmuster und das Leben, und nicht Leben, dieses Musters werfen. Das Thema beschäftigt mich seit geraumer Zeit, da ich bereits sehr lange in einer Partnerschaft lebe. Zu Beginn war ich sehr offen und konnte mir diverse Formen des Zusammenlebens vorstellen. Mit den Jahren aber schienen mir meine Vorstellungen von einer Beziehung, die nicht 'exklusiv' ist unvorstellbarer und mit meinem Leben unvereinbar. Warum? Durch verschiedene äussere (und innere) Umstände bin ich aber wieder gezwungen intensiver darüber nachzudenken, was für andere Verhaltensmuster es gibt.

Nebst eigenen Überlegungen, werde ich aus diversen Texten zitieren. 

Es ist eine Paradoxie, die sich im Konzept der lebenslangen Monogamie verbirgt: Wenn die emotionale Sicherheit erreicht ist und ein Zustand der Befriedigung einkehren müsste, passiert oft das Gegenteil, und das Bedürfnis nach Abwechslung, nach Abenteuer, nach Risiko, nach Pulsbeschleunigung meldet sich. Nicht weil der Partner etwas falsch gemacht hat, sondern weil das Konzept der romantischen Monogamie nur eine Seite der menschlichen Bedürfnisse abdecken kann. Man sucht den Kontrast, den Unterschied.

Warum ist der Unterschied attraktiv? Weil er der fühlbare Beweis dafür ist, dass wir leben. Eine Liebesaffäre erschafft unsere Welt neu. Wir sehen anders, fühlen anders, sind anders wir selbst. Richtig anders. Anders richtig.

Liebesaffären leben von der Bewegung, nicht vom Ergebnis.
- aus 'Wenn Liebe fremdgeht'- vom richtigen Umgang mit Affären von Ulrich Clement

Ich denke es geht nicht nur um die Beziehung zum Partner, sondern genau so um die Beziehung zu sich selbst und das Zusammenspiel von allen Facetten der Persönlichkeiten des Paares. Das Gefühl, alles in dieser Paargemeinschaft gefunden zu haben, was man braucht, kann eigentlich gar nicht sein. Ich bin nicht immer das gleiche Ich, das ich zu Beginn der Partnerschaft war und das Du bleibt nicht einfach dieses Du. Man entwickelt sich weiter, wird älter, lernt, sucht. Ja, an einer Partnerschaft sind nicht nur zwei beteiligt. Es sind immer mehrere, sich wandelnde 'Personen'. Wir sind ständig in Bewegung, wollen uns weiterentwickeln. Letztendlich sind wir immer auf der Suche nach uns selbst und brauchen andere um uns reflektieren zu können. Ich kann doch also, wenn ich mich wandle nicht davon ausgehen, dass mein einst auserwählter Lebensbegleiter dies genau im gleichen Rhythmus und in die gleiche Richtung tut? Wir können auseinander driften, aber auch wieder zueinander finden. Und dazwischen gibt es unglaublich viel Raum.

Lässt man sich also vielleicht auf andere ein, weil es im Grunde um die Bewegung geht, das Vorwärtskommen an sich?

18.03.2012

Fokussiert


Durch das Kissen unter mir leicht angehoben, liegt mein Hinterteil perfekt positioniert da. Es gehört jetzt ihm. Lustvoll und mit viel Kraft greift er zu und vergräbt seine Fingernägel in meinem Fleisch. Ein sanfter Kuss, ein Biss, dann spüre ich wie er meine Backen spreizt und meine Öffnungen betrachtet. Ihn mit mir machen zu lassen, was er will, seinen gierigen Blick auf mir zu spüren, erregt mich. 

Er führt seinen harten, von meiner Nässe benetzten Schwanz ganz langsam meiner Spalte entlang nach oben. Ein grosser Tropfen seiner Spucke landet auf meiner heissen Haut und rinnt hinab. Dahin worauf sich nun unsere ganze Aufmerksamkeit konzentrieren wird. 

Ich bin jetzt nur noch fokussiert auf die Härte, die sich seinen Weg in meine Enge bahnt. Zentimeter für Zentimeter dringt er tiefer in mich ein. Immer wider fährt er zurück, um wieder ein wenig weiter zu kommen. Der Rhythmus ist gut. Er geht im Takt mit meinem Atem und ein leichtes Stöhnen kommt über meine Lippen. Der brennende Schmerz tut so gut. Es dauert nicht lange und er füllt mich voll und ganz aus. Erst schiebt er sich langsam und sanft in mich hinein, dann werden seine Stösse immer schneller und heftiger...

Double gefunden

Verrückt – so seh ich aus, aber ich bin es nicht... 

17.03.2012

It was a free fall

Passt.

A Good Day to Have an Affair

'Beziehungskomödie' auf südkoreanisch. Einfach wunderbar... Ich mag asiatische Filme immer mehr.


Zu sehen in acht Teilen... 1, 2, 34567 und 8 



16.03.2012

Dessert

Mmmmmm, heute gibt's mal wieder Zuckerwatte zum Dessert...
Kosten?


Painless again

Egotrip


Erstaunlich was man so findet, wenn man sich in einem Antiquariat ein bisschen Zeit nimmt zu stöbern. Es ist jetzt schon einige Monate her, seit ich das unscheinbare Büchlein aus dem Jahr 1975 entdeckte. In einem Regal von unzähligen anderen Büchern, nach Autoren und nicht nach Inhalt geordnet. Niemals wäre ich sonst auf so ein vermeintliches 'Selbsthilfebuch' gestossen, da ich nicht unbedingt zu diesen Lesern gehöre, die sich durch die Lektüre solcher irgendwie besser zu helfen wissen. Na ja, ich nahm es in die Hand und überflog den Buchrücken, es ging um Selbstfindung, nahm es mit und stellte es zu Hause in mein Regal. 

Vorgestern nahm ich es hervor und begann darin zu lesen. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass es seinen Grund hatte, dass ich es fand. Stecken darin doch verblüffend viele Aussagen der Autorin, die auf meinem 'Egotrip', wie ich das letzte Jahr so für mich bezeichne, eine grosse Rolle spielten. Gewisse Dinge erkenne ich wieder und frage mich: wird der Trip je zu Ende sein? 

«Selbstverwirklichung scheint doch nur ein Wunschbild von Idealisten zu sein, die noch nicht gemerkt haben, wie sehr wir in einer verplanten und überorganisierten Gesellschaft leben, wie sehr wir der Manipulation erliegen. Wir glauben bei manchem, dass wir als freie Menschen handeln, aber in Wirklichkeit sind wir fein gesteuert und leben in der Annahme, es seien eigene Bedürfnisse.»

«Selbstverwirklichung ist kein Besitz, nichts Starres, keine unveränderliche Form des Lebensvollzuges, sondern ein dauernder Prozess. Wer der Routine verfällt, hat sich selbst in gewissem Sinne bereits verloren. Er wird zum Sklaven der eigenen Denk- und Handlungsmuster.... Wenn Kierkegaard sagt, dass «der Existierende beständig im Werden» sei, so müsste der fixierte und erstarrte Mensch als der Nicht-Existierende bezeichnet werden, selbst dann, wenn sein Verhalten tugendhaft aussieht.»

«Selbstverwirklichung ist nur möglich in der Grundhaltung der Freiheit.»

«Wir dürfen auf keiner Stufe stehen bleiben, sonst verpassen wir das Leben. Es ist uns aufgegeben, neben dem Wagnis der Bindung auch die Loslösung zu leben. Wir besitzen uns selbst erst dann, wenn wir uns auch zur gegebenen Stunde fallen lassen können.»  


– Margrit Erni

Konversation

«Ich habe eigentlich noch jeden Tag Sex mit Dir – doch das hatte ich ja viele Jahre auch mit Pamela Anderson.»


Ja, 'er' war in einer guten Verfassung gestern, darum habe ich es tunlichst vermieden ihm zu sagen, dass auch ich noch jeden Tag seinen Griff in meinem Nacken spüre und wie er mich nimmt...

15.03.2012

It's complicated


Es müsste nicht so kompliziert sein, wie wir manchmal meinen. Wir fangen an über Begehren, Emotionen, Hoffnungen und Wünsche zu reden und verwirren uns gegenseitig mit zu vielen Worten. Doch eigentlich geht es einfach um zwei Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlen, meist bevor überhaupt eine Silbe gefallen ist. Am besten man lässt die Körper sprechen und würde dabei bleiben. Pure nonverbale Kommunikation. Worte sind im Grunde zu schwierig um sie richtig zu verstehen, weil sie einfach zu viel Raum für Interpretation lassen.