28.12.2011
Schlüssig
Vorläufig schlüssigste Aussage des Buchs 'Warum Liebe weh tut':
(bin aber erst in der Hälfte angelangt...)
Freiheit ist kein abstrakter Wert, sondern eine institutionalisierte kulturelle Praxis, die Kategorien wie den Willen, die Wahl, das Begehren und die Gefühle prägt. Der Wille wird durch eine Struktur subjektiver und objektiver Zwänge geformt, von denen die Freiheit der Wahl in der Moderne einer der bedeutendsten ist. Die moderne Architektur der Wahl setzt eine grosse Zahl möglicher Partner für Männer und Frauen gleichermassen voraus, ebenso wie die Freiheit sich seinen Partner auf der Basis von Wollen und Gefühl ungehindert wählen zu können. Aber die Paarbildungsstrategien und die mit ihnen verbundene Architektur der Wahl gehen mit unterschiedlichen Strategien einher, sich Bindungen und Verbindlichkeit zu verweigern und die eigene Distanziertheit unter Kontrolle zu behalten. (=Bindungsangst)
Zitat aus 'Angst vorm Fliegen' von Erica Jong:
«(...) der schnelle Ablauf des Intermezzos hat die komprimierte Dichte eines Traumes und zieht anscheinend keinerlei Reue oder Schuldgefühl nach sich (...) – da überhaupt nicht gesprochen wird. Die Traumnummer oder der Spontanfick ist von äusserster Reinheit, da ohne jede Nebenabsicht. Es findet kein Machtkampf statt. Der Mann 'nimmt' nicht und die Frau 'gibt' nicht. (...) Keiner von beiden versucht, irgend etwas zu 'beweisen' noch den anderen in irgendeiner Weise zu übervorteilen. Der Spontanfick ist das sauberste, was es gibt.»
Dem liegt eine andere Architekur der Wahl zu Grunde als die vorher beschriebene Bindungsangst. Hier werden reine Lust, Souveränität und die Gleichheit beider Seiten in Szene gesetzt. Was sie so rein macht, ist eben der Umstand, dass sich die Frage der Wahl nicht stellt, dass es keine ambivalenten Gefühle oder Ängste davor gibt, jemanden zu verlassen oder verlassen zu werden. Es handelt sich um eine Form der reinen, von beiden Seiten genossenen Lust, bei der die emotionale Distanziertheit keine schmerzhafte Bedeutung hat – weil sie eigentlich überhaupt keine Bedeutung hat – und von beiden Seiten gleichmässig geteilt wird. Ein solcher Hedonismus wird durch die Tatsache ermöglicht, dass keine der beteiligten Personen gehalten ist, eine Wahl zu treffen.
Also: Es lebe folglich der Hedonismus! Macht doch alles viel einfacher...
(bin aber erst in der Hälfte angelangt...)
Freiheit ist kein abstrakter Wert, sondern eine institutionalisierte kulturelle Praxis, die Kategorien wie den Willen, die Wahl, das Begehren und die Gefühle prägt. Der Wille wird durch eine Struktur subjektiver und objektiver Zwänge geformt, von denen die Freiheit der Wahl in der Moderne einer der bedeutendsten ist. Die moderne Architektur der Wahl setzt eine grosse Zahl möglicher Partner für Männer und Frauen gleichermassen voraus, ebenso wie die Freiheit sich seinen Partner auf der Basis von Wollen und Gefühl ungehindert wählen zu können. Aber die Paarbildungsstrategien und die mit ihnen verbundene Architektur der Wahl gehen mit unterschiedlichen Strategien einher, sich Bindungen und Verbindlichkeit zu verweigern und die eigene Distanziertheit unter Kontrolle zu behalten. (=Bindungsangst)
Zitat aus 'Angst vorm Fliegen' von Erica Jong:
«(...) der schnelle Ablauf des Intermezzos hat die komprimierte Dichte eines Traumes und zieht anscheinend keinerlei Reue oder Schuldgefühl nach sich (...) – da überhaupt nicht gesprochen wird. Die Traumnummer oder der Spontanfick ist von äusserster Reinheit, da ohne jede Nebenabsicht. Es findet kein Machtkampf statt. Der Mann 'nimmt' nicht und die Frau 'gibt' nicht. (...) Keiner von beiden versucht, irgend etwas zu 'beweisen' noch den anderen in irgendeiner Weise zu übervorteilen. Der Spontanfick ist das sauberste, was es gibt.»
Dem liegt eine andere Architekur der Wahl zu Grunde als die vorher beschriebene Bindungsangst. Hier werden reine Lust, Souveränität und die Gleichheit beider Seiten in Szene gesetzt. Was sie so rein macht, ist eben der Umstand, dass sich die Frage der Wahl nicht stellt, dass es keine ambivalenten Gefühle oder Ängste davor gibt, jemanden zu verlassen oder verlassen zu werden. Es handelt sich um eine Form der reinen, von beiden Seiten genossenen Lust, bei der die emotionale Distanziertheit keine schmerzhafte Bedeutung hat – weil sie eigentlich überhaupt keine Bedeutung hat – und von beiden Seiten gleichmässig geteilt wird. Ein solcher Hedonismus wird durch die Tatsache ermöglicht, dass keine der beteiligten Personen gehalten ist, eine Wahl zu treffen.
Also: Es lebe folglich der Hedonismus! Macht doch alles viel einfacher...
25.12.2011
23.12.2011
22.12.2011
Zeit
Heute Morgen habe ich lange geduscht und dabei zugesehen wie das Wasser an meinem Körper hinab rinnt. Genau so ist es mit der Zeit dachte ich. Sie rinnt davon. Mal elend langsam, dann wieder rasend schnell. Sie ist so relativ und doch steht sie uns nur eine Weile, ein kurzes Leben lang zur Verfügung. Man kann sie vergeuden oder sich darüber klar werden wie knapp sie eigentlich bemessen ist – die Zeit so intensiv spüren, dass sie für eine Weile stehen bleiben kann und so langsam schleichend erleben, dass sie Leiden lässt.
Ich habe seine Hand wieder in meinem Nacken gespürt, an meinem Hals – die Zeit stand still für mich. Und jetzt versinke ich wieder in Leidenschaft.
19.12.2011
17.12.2011
16.12.2011
Nähe und Distanz
Es scheint für uns nur ganz nah zu geben, wenn unsere Körper sprechen, und weit weg, wenn unsere Gedanken sich treffen. Dazwischen ist nichts.
15.12.2011
Getrieben
Ich drehe und wende mich auf der Stelle. Bin getrieben von einer undefinierbaren inneren Unruhe. Alles nervt. Ich will Erlösung! Brauche Schmerz, Kraft und Macht über mich. Starke Hände, die mich packen, Worte die unnachgiebig sind und brennende Spuren auf meiner Haut!
13.12.2011
Das Tiefste
«Wenn nichts passiert, passiert das Tiefste. Das was nicht passiert, ist das, was nicht vorbeigeht, und wenn's passiert, passiert's die Dauer unendlich.»
Aus ,Nur Du, und nur Ich' von Christian Uetz
12.12.2011
Nicht hier
Meine Lippen sind immer noch geschwollen. Von dem Mann, von dem sie es sein sollten. Es war schön, er hat mich hart genommen. Meine Arme über dem Kopf, mein Hintern fest in seinem Griff... doch meine Gedanken waren nicht hier, meine Augen geschlossen.
10.12.2011
Soll ich?
Soll ich ihm schreiben, dass ich die heutige Nacht allein in einem Hotelzimmer verbringen werde? Ich sollte es nicht tun – ich weiss, aber die Vorstellung es könnte an der Zimmertür klopfen und er stünde vor mir, beherrscht seit gestern meine Gedanken derart stark, dass ich dem Drang kaum widerstehen kann es zu tun...
09.12.2011
Frage
«Wie viele Abstürze überlebt die Sehnsucht nach Erfüllung?»
Ich weiss nicht mehr von wem dieser Satz stammt, doch ich hatte ihn mir mal mit zwanzig notiert. Eine Frage, die ich mir damals, wie heute, stelle. Und der Grund dafür ist dieselbe Person...
06.12.2011
Erleben
Ich wurde gefragt, was ich gern erleben würde... Da ist sehr vieles und doch nichts, was ich in Worten ausdrücken wollte. Vielmehr möchte ich mich überraschen lassen von dem was passiert. Ohne klare Vorstellung, ohne mir zu viel auszumalen. Gerade das nicht erwarten dessen, was kommt ist es, was mich erregt. Mich in fremde Hände zu begeben, der Willkür des Mannes, der mit mir spielt, während er weiss, dass meine Hingabe ein grosses Geschenk ist.
02.12.2011
Vermissen
Ich vermisse... seine Hand in meinem Nacken... in meinen Haaren... seine Lippen an meinen... seine Kraft... seine Zärtlichkeit... seine Härte. Vermisse ihn in meinem Mund, zwischen meinen Beinen... seine Zähne an meinem Körper, wie sie zubeissen, genau richtig. Vermisse das Brennen auf meiner Haut... das Gefühl seines perfekten Schlags... seine Worte in meinem Ohr.
29.11.2011
Now I know
Chow:
You won’t leave your husband, so I’d rather go away.
Su:
I didn’t think you’d fall in love with me.
Chow:
I didn’t either.
I was only curious to know how it started.
Now I know.
Feelings can creep up just like that.
…
Leere
Er ist weg. Aus meinem Leben verschwunden. Ich fühle, dass es dieses Mal für immer ist. In mir ist eine riesige Leere, die mir endlos erscheint. Wie soll sie jemals wieder mit nur annähernd so perfektem Inhalt gefüllt werden?
23.11.2011
Schokoladenweisheit
«In der Liebe gilt Schweigen oft mehr als Sprechen.»
Blaise Pascal
...war heute das Sprüchlein in meinem 'Baci'-Schokolädchen zum Mittagskaffee.
Und weil's so weise ist, gleich noch eins, von vorgestern...
«Für jede Frau gibt es einen Verführer. Das Glück besteht darin, ihn zu finden.»
Conrad
Um so grösser das Unglück, wenn man ihn wieder verliert!
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