16.10.2013

Tippfehler

Seit langem wieder mal ein Freudscher Verschreiber von mir, der fast in Druck gegangen ist:
'Liebemöbel' statt 'Liegemöbel'. 
Wär diesmal ja nicht so schlimm gewesen... sinngemäss ja fast dasselbe. Aber, note to self: KONZENTRATION! 

13.10.2013

Alles zu seiner Zeit

Vertrauen in ihn, Vertrauen in mich, dass ich ihn zu mir nach Hause einladen konnte, ohne es zu verlieren. Er hätte, statt mit mir auf dem Sofa zu sitzen und Kaffee zu trinken, vieles von mir verlangen können – von mir haben können. Dinge, die ich ihm zu anderer Zeit mit Freude gegeben habe. Er hat meine Grenze erkannt. Hat man einem Menschen einmal sein Innerstes offenbart und es wurde richtig erfasst, bleibt etwas ganz Besonderes zurück. 

Sportprogramm



Meine Wahl für das begleitende Kopfprogramm zu den kommenden Crosstrainer-Einheiten. 44 Episoden. Mal sehen, was sich da in meinem Kopf tut, während meine Kondition verbessert wird...

08.10.2013

Okay...

...und jetzt würde ich gerne flachgelegt werden. Aber so richtig. 

Good old days


Gregory Peck / Deborah Kerr 1959, 'Innapropriate'

Ich liebe die alten Filme. Schon immer. Erinnere mich daran, wie ich als Kind an verregneten Sonntag Nachmittagen den Fernseher in meinem Zimmer angemacht, mich zum Schauen unter der Decke verkrochen habe, und die Welt einfach in Ordnung war. Es braucht manchmal nicht viel...


01.10.2013

Auszug 2

Sashas, alias Catherines, Existenzphilosophie:

Es gibt etwas, was ich mich immer gefragt habe, seit ich das erste Mal Sex hatte: Warum nennen sie es im Pornofilm 'Cumshot'? Warum 'Cum'? Was ist falsch an Come? Ist das nicht sexy genug? Eine bessere Bezeichnung gibt's doch gar nicht. Cum klingt einfach blöd, billig und nach Wegwerfartikel. Es klingt wie ein Markenname. Cum ist eine Pervertierung der englischen Sprache. Eine, die ich gar nicht ausstehen kann. Wo wir schon mal beim Thema sind: Wenn jemand das Bedürfnis verspüren sollte, abzuwichsen, abzuspritzen oder abzusahnen, dann nur zu, aber nicht in mein Gesicht oder auch nur in die Nähe davon. Aber wenn jemand kommen will, dann bin ich genau die Richtige. 

Vielleicht sind Sie jetzt der Meinung, eine gebildete, junge Frau könnte eigentlich Tiefsinnigeres mit ihrer Zeit anfangen, als die überzeugendste Bezeichnung für Ejakulat zu finden. Aber da wäre ich mir nicht so sicher. 

Man kann nach der Bedeutung seiner Existenz suchen, so lange man will. Man kann noch so viele Bücher über dieses Thema oder überhaupt irgendein Thema lesen – Wissenschaft, Philosophie, Biologie –, aber ich garantiere Ihnen, Sie werden nie eine zufriedenstellende Antwort finden. Eine Antwort, mit der Sie wirklich glücklich sind, tief drinnen, und die Ihnen das wohlige Gefühl gibt, Sie hätten endlich Ihren Platz in der Welt und den Sinn des Lebens gefunden. Warum?
Weil die Antwort 'Come' lautet. Sie glauben mir nicht? Dann beweise ich es Ihnen...

*

Und den Beweis, den sie auf den nächsten paar Seiten liefert, ist wirklich eine Überlegung wert  : )

Auszug 1

Sasha, alias Cathrine, über den Film «Belle de Jour»:

Da muss ich sofort an 'Tagesgericht' denken. Vielleicht wollte Bunuel auch genau darauf hinaus. Eine Frau, die alles hat und der es an nichts mangelt, reduziert auf das Tagesgericht der Speisekarte eines Bordells. Bunuels kleiner Spass. Seine kleine Demütigung. Sie ist immer das Gericht des Tages, jeden Tag. Das Sonderangebot, das sich nie ändert und an dem eigentlich überhaupt nichts 'besonders' ist. Das einzig Besondere an ihr ist ihre Schönheit, die, obwohl göttlich und übernatürlich, letztlich wertlos ist, denn ihr einziger Zweck ist es, Séverines Abstieg ins Hurendasein zu erleichtern, sie zu entwürdigen. Sie ist wie Leber mit Kartoffelbrei. Jeden Tag das Gleiche.

28.09.2013

The other shades of Grey

Mal sehen, wie sich die junge Dame nun als Schriftstellerin macht...
Im Gegensatz zur namentlich verwandten 'Literatur', weiss die Autorin hier zumindest, wovon sie schreibt. Authentizität wird bestimmt nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil, denke, nachdem ich die ersten Seiten vor dem Kauf kurz überflogen habe: Hier steckt sogar einiges an praktischem Lernpotential drin. Ein bisschen Phantasterei darf da natürlich auch mitspielen, solange daraus kein abgedroschenes, romantisches Märchen wird. So let's see...

27.09.2013

Bubble

Es fühlt sich seit einer Weile so an, als ob ich in einer Seifenblase dahinschwebe und durch einen dünnen Film beobachte, wie das Leben passiert. 360° Rundumblick, aber er bleibt nirgends wirklich haften. Irgendwie ist alles geradezu schwammig und reizlos. Ich bin ein Teil des Ganzen, aber um mich ist diese unsichtbare Hülle, die mich schützt und zurückhält. Die Frage ist, was wohl passiert, wenn sie platzt. Werde ich fallen und hart aufschlagen oder vom Alltag einfach aufgesogen und absorbiert? 


20.09.2013

Spüren

Seit langem wieder einmal allein unterwegs. Beruflich. Ein Auftrag der angenehmen Sorte: Gast eines Hotels zu sein. Wider Erwarten erlebte ich die Ganzkörpermassage als schön. Zwar von einer Frau vorgenommen, die mir nicht sehr sympathisch war, aber ihre Hände hatten mich im Griff. Anschliessend ein Saunagang. Die grosszügige Liegelandschaft mitten am Nachmittag ganz für für mich allein. Die Hitze, Entspannung, Ruhe und Ungestörtheit... ich fasste mir zwischen die Beine. Der Blick zur Tür. Niemand. Langsam kam die Lust. Schweisstropfen auf meiner Haut. Feuchte überall. Ich spürte mich wieder. Endlich.

15.09.2013

Ende einer Jagd?

Ich habe genug vom Suchen und Streben. Vom hinter etwas herjagen, das ich nicht einmal richtig beschreiben kann. Intensität? Ich wünsche mir Zufriedenheit. Möchte zufrieden sein mit dem Leben, das ich führe. Lernen geradeaus zu laufen. Nicht mehr süchtig zu sein nach dem erfüllenden Moment, weil das Leben kontinuierlich stattfindet.

Es macht keinen Sinn zwei Leben gleichzeitig zu leben, wenn das eine dabei Schaden erleidet. Es gab eine Zeit, da haben sie sich gegenseitig befruchtet, konnten sich bereichern. Ich war in einer Art Schwebezustand und der Alltag war auf eine wunderbare Weise intensiv. Ein solcher Zustand kann wohl nicht ewig halten – er fällt irgendwann der fehlenden Balance zum Opfer, weil das Gewicht nie gleich verteilt werden kann. Es gilt wieder einen Ausgleich zu finden, jedoch ohne zu jagen. Ich will geduldig sein. Wie ein unruhiger Fluss, der einen geordneten Lauf sucht. 

06.09.2013

Millionen Möglichkeiten

«Man muß nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück, es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muß in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an all seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.»

Rainer Maria Rilke

Get lucky

«Like the legend of the phoenix
All ends with beginnings.
What keeps the planet spinning
The force of love beginning.

We've come too far to give up who we are
So let's raise the bar and our cups to the stars.»

Daft Punk

11.07.2013

10.07.2013

Sterneorakel 28

Die tiefgründigen Sterne begünstigen in erster Linie innere Prozesse, und es lohnt sich auch, auf die innere Stimme zu hören. 

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Somit kehrt hier für unbestimmte Zeit erst mal Ruhe ein.

02.07.2013

Sterneorakel 27

Es stellt sich die Frage, wie tief wir nochmals in der Vergangenheit wühlen wollen und welche Fragen wirklich geklärt werden müssen. Gut möglich, dass wir von einem Extrem ins andere fallen, dass wir uns im einen Moment an die Vergangenheit klammern, im anderen Moment die Flucht nach vorn ergreifen wollen. Auch wenn äusserlich noch nicht viel passiert, bringen die Sterne nun intensive seelische Prozesse in Gang, die zum gegebenen Zeitpunkt Folgen haben werden. Am besten lassen wir uns nun auf neue Erfahrungen ein und beobachten, wie es uns damit geht. 

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